Im GESANG DER STEINE treffen die Töne von sechs Instrumentalisten auf Klänge, die durch Reiben oder Schlagen auf Steinen erzeugt wurden. Dabei handelt es sich um Steine aus aller Welt unterschiedlichen Alters: Steinzeitfunde aus Skandinavien und Klangskulpturen, geschaffen von Bildhauern und Künstlern unserer Tage, die aufgenommen, gespeichert und gesampelt wurden. Manche dieser Steine geben Töne mit bestimmter Tonhöhe von sich, andere hingegen geräuschartige Klänge – alles in allem ein Klangkosmos von unbekanntem Zauber. Das akustische Rohmaterial wurde im elektronischen Studio so aufbereitet, dass der ursprüngliche Steinklang erhalten blieb. Aus solchen Einzelteilen entstand am Mischpult eine Klanglandschaft mit räumlicher Wirkung. Die Instrumentalisten erzählen eine Geschichte, die Geschichte eines mühsamen Anstiegs auf einen Berg, in dessen Inneren sich eine Höhle aus kristallinem Gestein befindet. Nach beschwerlichem Anstieg durch düstere Klangwelten kommen die Wanderer an ein aus Steinklängen gestaltetes schweres Portal, das sich krachend auftut und den Blick in eine hell leuchtende und glitzernde Klangwelt freigibt, bis sich nach einer Weile das Tor wieder schließt und die Menschen mit ihren Erinnerungen an ein besonderes klangliches Erlebnis zurücklässt.
